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Das System bröckelt – nicht nur die Betonschwellen

Wie aus dem Jahresbericht 2021 der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung zu entnehmen, haben sich die Zahlen aus dem Vorjahr der gefährlichen Störungen im Bahnbetrieb auch 2021 nicht wesentlich geändert:

382 Kollisionen (337)

242 Entgleisungen (254)

573 Personenunfälle (597)

140 Bahnübergangsunfälle (121)

42 Fahrzeugbrände (38)

Hinzu kommen noch 641 überfahrene Haltesignale. 2020 waren es 542.

 Sicher gibt es Gründe dafür. Aber ein für uns wichtiger Grund bleibt nach wie vor in der „Ursachenforschung“ vernachlässigt: Unzureichende Ausbildung, und die Überbelastung des Personals. Und es fehlt der Überblick. Denn rund 450 EVUs, die zusätzlich von rund 100 sogenannten Personaldienstleistern „unterstützt“ werden und rund 120 Ausbildungsschulen lassen sich nicht so einfach kontrollieren. Die einen machen Geld mit Bildungsgutscheinen, die anderen mit dubiosen Fahrzeiten ohne Personalwechsel.

Wir meinen: Wer Zulassungen für den Schienenverkehr erteilt, der muss auch in der Lage sein, eine ausreichende Kontrolle sicherzustellen. Diese Aufgabe als Selbstkontrolle den EVUs zu überlassen, reicht nicht mehr.

Wir meinen auch: Zuerst das Personal zählen, dann die Züge einsetzen.