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Die Zerschlagung der Bahn erreicht nichts anderes als die Zerschlagung der Bahn!

Die Pläne von FDP und Grünen, die Deutsche Bahn zu zerschlagen, werden von mobifair e.V. scharf zurückgewiesen. Helmut Diener, mobifair Vorstand zeigt sich verärgert: „In einer Zeit, in der wir alle Anstrengungen in Deutschland daransetzen müssen, beim Güter- wie beim Personenverkehr eine Verkehrswende zur Umsetzung der Klimaneutralität zu erreichen, würde dies genau das Gegenteil bewirken. Eine Zerschlagung der Bahn bringt keinen zusätzlichen Kilometer Gleis, keine Güter von der Straße auf die Schiene und keine zusätzlichen Reisenden in die Züge.“

Die Argumente der Befürworter einer solchen Zerschlagung sind laut mobifair leicht zu entkräften. So ist mit über 50% Marktanteil privater Eisenbahnen am Schienengüterverkehr und über 40% am Schienennahverkehr kein Mangel an Wettbewerb auf der Schiene erkennbar. Auch Qualitätsmängel wie Zugausfälle, Verspätungen und fehlende Züge oder Personal ließen sich durch eine Zerschlagung der Bahn nicht beheben, sondern sind das Ergebnis jahrzehntelanger fehlender Investitionen in das System Eisenbahn und zusätzliche Gleise. Hier sind zudem schon heute das Eisenbahnbundesamt und die Bundesnetzagentur zuständig um diese Mängel aufzuarbeiten.

Die wahren Gründe einer Zerschlagung von Bundeseigentum sieht mobifair Vorstand Dirk Schlömer jedoch woanders. „Private Investoren wie Flix-Mobility und große Investmentfonds wollen sich ein großes Stück vom Kuchen abschneiden und das Transportgeschäft gewinnbringend unter sich aufteilen.“ Dabei wäre nicht nur die Deutsche Bahn selbst, sondern die ganze Branche betroffen. „Solche Liberalisierungsziele mögen auf den ersten Blick die privaten Eisenbahnen erfreuen. Doch tatsächlich würde der Wettbewerb noch mehr verschärft und viele der kleineren Eisenbahnen gerieten unter die Räder, wenn sich Großinvestoren den deutschen Markt unter den Nagel reißen.“

Stattdessen fordern die mobifair Vorstände ein klares Bekenntnis zur Schiene! „Wenn wir die Verkehrswende zugunsten der Klimaneutralität schaffen wollen, dann brauchen wir jetzt eine starke Bahn mit Kooperationspartnern zum Ausbau eines europäischen Eisenbahnnetzes mit Hochgeschwindigkeit, Langstreckenzügen und leistungsfähigem Schienennetz für mehr Güter- und Personenverkehr auf der Schiene im Nah- und Fernverkehr.“

Pressemitteilung