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Erneuter „Einzelfall“ beim Fernbus

Bei einer Kontrolle der Verkehrsdirektion Koblenz wurde ein Bus wortwörtlich aus dem Verkehr gezogen. Der mit 18 Fahrgästen besetzte Fernbus eines deutschen Unternehmens, der an ein ausländisches Unternehmen vermietet wurde, war auf dem Weg von Südeuropa ins Ruhrgebiet. Der Bus war im grenzüberschreitenden Linienverkehr eingesetzt. Die beiden südeuropäischen Fahrer waren bereits ca. 31 Stunden unterwegs, ohne die erforderlichen Ruhezeiten eingehalten zu haben. Die Weiterfahrt wurde ihnen untersagt. Die abschließende Prüfung der Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer ergab noch weitere Verstöße, so dass gegen diese Sicherheitsleistungen in Höhe von insgesamt 1.900 EUR angeordnet wurden. Gegen das ausländische Unternehmen wurde ebenfalls ein entsprechendes Bußgeldverfahren eingeleitet. Dieses musste eine Sicherheitsleistung von 8.000 EUR hinterlegen. Ein Ersatzbus brachte die Passagiere einige Stunden später zum Zielort.

Ein ähnlicher „Einzelfall“ ereignete sich im Dezember 2019. Auch hier wurde auf der Rastanlage Montabaur ein Fernbus kontrolliert, der auf dem Weg aus Südeuropa ins Ruhrgebiet war. Die Kontrolle ergab ebenfalls schwere Verstöße bei den Lenk- und Ruhezeiten. Es waren auch hier ca. 31 Stunden, die die Busfahrer bereits auf der Straße verbrachten. Dieser Bus beförderte die Passagiere im grenzüberschreitenden Linienverkehr.

Hier von Einzelfällen zu sprechen ist eine Farce. Der einzige Grund, dass nicht noch mehr Fälle bekannt werden, liegt an den leider noch immer nicht ausreichenden Kontrollen.

Jeder kennt diese Fahrten, auch wir waren schon in der Recherche mit solchen Bussen von Zagreb bis Dortmund unterwegs. Das will man keinem zumuten. Vor allem fühlt man sich bei solchen Fahrten nicht „sicher unterwegs“. Deshalb sind neben mehr Kontrollen auch hohe Sanktionen notwendig. Wer hier bescheißt, der braucht keine „gelbe Karte“. Gleich vom Platz gestellt bei solchen „Fouls“, oder in diesen Fällen von der Straße.

Wir sagen: Bus weg – Konzession weg – aufgeräumt!