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Sicherheit auf der Strecke geblieben

Wie der SWR in einem Beitrag für das ARD-Mittagsmagazin vom 12. Juli berichtet, wurde bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle der Polizei in Baden-Württemberg bei etwa jedem Zweiten der kontrollierten Fern- und Reisebusse Verstöße festgestellt. Darunter das ganze – mittlerweile leider übliche – Repertoire: Lenk- und Ruhezeitverstöße, fehlende Sicherheitsausstattung, nicht ausreichend unterrichtete Fahrer, technische Mängel. „Wir meinen, dass derjenige, der die Konzession hat, die Verantwortung dafür tragen müsste, dass hier sicher gefahren werden kann“, so Helmut Diener, Vorstand von mobifair, im Interview.

Bei der Verkehrskontrolle fand sich unter anderem ein Fahrer eines griechischen Busunternehmens, der 16 Tage ohne längere Pausen unterwegs und dementsprechend übermüdet war. Ihm wurde für zwei Tage die Weiterfahrt untersagt, über sein Unternehmen die Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 3600 € verhängt. „Viel zu wenig dafür, dass hier für den Profit leichtfertig die Sicherheit des Fahrers und der Fahrgäste aufs Spiel gesetzt wurde“, kommentiert Helmut Diener die Strafe.

mobifair fordert schon lange harte Sanktionen bis hin zum Konzessionsentzug für Busunternehmen, die ihre Profite mit kriminellen und ausbeuterischen Methoden erwirtschaften. Notwendig wäre auch eine Sozialmaut, mit der verstärkte Kontrollen und Ruheräume an den Busbahnhöfen finanziert werden könnten. Daneben sollten ausschließlich ausgebildete Berufskraftfahrer zum Einsatz kommen dürfen, da diese über eine entsprechende Qualifikation und Tauglichkeit verfügen. Auf diese Weise würde das Berufsbild „Busfahrer“ vor der schleichenden Abwertung bewahrt.

Der TV-Beitrag kann hier angesehen werden.