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Wenig Lohn, keine Perspektiven

Einer aktuellen Studie des DGB zufolge arbeiten mittlerweile über 3,2 Millionen Beschäftigte in Deutschland in befristeten Arbeitsverhältnissen – Tendenz steigend. Der DBG fordert den Gesetzgeber auf, die Möglichkeit der Befristung ohne sachlichen Grund zu beenden, denn die Möglichkeit werde von den Arbeitgebern missbraucht.

Dass befristete Beschäftigungen prekäre Bedingungen für die Betroffenen schaffen, ist klar und wird von mobifair bereits seit langem scharf kritisiert. Zu der Unsicherheit des Arbeitsplatzes kommen Niedriglöhne und Perspektivlosigkeit. Nach den Erhebungen des DGB sind gut neun Prozent der Beschäftigten davon betroffen. Fast die Hälfte der neu abgeschlossenen Arbeitsverträge sei inzwischen nur befristet. Bei der Einführung der Befristungsmöglichkeit ohne sachlichen Grund seien es nur knapp zwei Prozent gewesen. DGB-Vorstandsmitglied Annliese Buntenbach bezeichnete die Situation gegenüber der Berliner Morgenpost als „Massenphänomen, das nicht hinnehmbare Ausmaße angenommen hat“.

Ein zentraler Kritikpunkt der Gewerkschaften ist die Bezahlung der befristet eingestellten Mitarbeiter. Zum einen erhalten sie grundsätzlich weniger Lohn, zum anderen kommen sie kaum in den Genuss von Lohnerhöhungen, Aufstiegs- und Weiterbildungsangeboten. Je länger die befristete Beschäftigung andauere, desto größer werde der Einkommensunterschied, heißt es in der Studie. Außerdem seien zwischen zehn und 15 Prozent der befristet Beschäftigten nach einem Jahr wieder ohne Arbeit.