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Tatort Führerstand: Falsche Zeiten bei über der Hälfte

Kontrollen der Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz beweisen: Das Thema „Tatort Führerstand“ ist aktuell wie eh und je. Zwei Eisenbahnunternehmen hat das Amt im vorigen Jahr genauer unter die Lupe genommen, die Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten von 225 Lokführern und 84 Zugbegleitern geprüft.

Das Ergebnis erschreckt: bei 139 Lokführern und 55 Zugbegleitern gab es Grund zu Beanstandungen. Und die Gründe sind nicht neu. Wie bereits in den vergangenen Jahren geht es um Missachtung von vorgeschriebenen Arbeitszeiten, Nicht-Einhaltung der Ruhepausen und Überschreitungen der Wochenarbeitszeit. Gegen einen Betrieb wurde laut Gewerbeaufsicht „wegen zahlreicher Verstöße gegen die Arbeitszeiten und Ruhepausen ein Verfahren nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten eingeleitet“.

Rheinland-Pfalz ist mit diesen Kontrollen Vorreiter unter den Bundesländern. Dass sie wichtig sind, um Gesetzesverstöße aufzuzeigen ist unstrittig: Wer Schutzbestimmungen verletzt, ist nicht sicher unterwegs und gefährdet den Eisenbahnbetrieb.

Notwendig wären bundesweite Überprüfungen aller EVU und empfindliche Sanktionen für betrügerische Unternehmen.