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Busfahrer niedriger eingruppiert

Seit mehr als einer Woche streiken in Hessen die Beschäftigten von 20 privaten Busunternehmen. Schwerpunkt der Streiks sind die Städte Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Offenbach, Marburg, Gießen und Fulda. Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Anhebung des Stundenlohns bei den privaten Busgesellschaften von derzeit 12 auf 13,50 Euro. Ein Angebot der Arbeitgeberseite vom Mittwoch, 18. Januar, lag bei einer stufenweisen Erhöhung bis 2019 auf 13 Euro.

Nicht nur in Frankfurt fühlen sich die Busfahrer besonders unfair behandelt. Sie verdienen hier deutlich weniger als ihre Kollegen in Straßen- oder U-Bahnen. Die U- und Straßenbahnfahrer in Frankfurt sind im öffentlichen Dienst eingruppiert während die Busfahrer nach dem Tarif der Nahverkehrsbetriebe niedriger entlohnt werden. Der Verkehrsdezernent der Stadt, Klaus Oesterling hat sich nun gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dafür ausgesprochen, die Busleistungen zurück zur Kommune zu holen. Die Privatisierung des Busverkehrs habe „nichts gebracht“, so der Politiker.

Helmut Diener, Vorstand von mobifair hält diesen Schritt für richtig. „Die Sicherstellung der Daseinsvorsorge muss eine öffentliche Aufgabe bleiben“, sagte er. Privatisierung führe zu Lohn- und Sozialdumping sowie schlechteren Arbeitsbedingungen. Berufsbilder würden zerstört und gleichzeitig Qualität und Sicherheit der Busfahrten gefährdet.