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Fernbusse auf den Prüfstand

mobifair und die Verkehrsgewerkschaft EVG fordern, dass das System des Fernbuslinienverkehrs überarbeitet wird. Im Interesse der Sicherheit und des fairen Wettbewerbs muss der Fernbusmarkt auf den Prüfstand, so mobifair-Vorstand Helmut Diener.

„Nach drei Jahren Liberalisierung fällt die Bilanz negativ aus“, resümiert die EVG. mobifair kritisiert besonders den ruinösen Wettbewerb. Diener fordert, dass der BDO (Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer) endlich eingesteht, dass der Preiskampf im Fernbuslinienverkehr mit Verstößen gegen Gesetze und Verordnungen geführt wird und sich die schwarzen Schafe der Branche nicht weiter schützt. Im Gegensatz zu den Erklärungen des Verbandes seien die immer wieder dokumentierten Vorfälle keine Einzelfälle. Das mache den Fernbuslinienverkehr gefährlich für Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer. „Wettbewerb trägt man nicht mit der Vernachlässigung der Verkehrssicherheit oder mit Druck auf die Beschäftigungsbedingungen der Busfahrer aus. Das ist nicht nur unfair sondern auch unanständig und vor allem auch nicht erlaubt“, meint Helmut Diener.

Ebenso wie die EVG fordert mobifair eine Sozialmaut und Stationsgebühren für die Fernbusse, damit unter anderem Busfahrern Pausenräume in den Busbahnhöfen zur Verfügung gestellt werden können. Zudem sollen die vermehrten Kosten für die notwendigen Kontrollen durch das Verursacherprinzip bezahlt werden. Diener: „Zahlen sollen die Anbieter, die letztendlich für die Linien verantwortlich sind. Sie tragen nicht ausreichend dafür Sorge, dass der Fernbuslinienverkehr nicht zu einem ‚Schmuddel-Verkehrsträger’ verkommt und das wäre durchaus schade“.