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Eisenbahn ohne Eisenbahner geht nicht

Die Verkehrsverbünde NVR, VRR und NWL haben vom Unternehmen National Express, das seit Dezember Strecken in Nordrhein-Westfalen bedient, „deutlich bessere Qualität“ gefordert. Ausfälle und Verspätungen haben den Start von NX gekennzeichnet.

Die Auftraggeber Nahverkehr Rheinland NVR , Nahverkehr Westfalen-Lippe NWL und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr VRR haben in einer gemeinsamen Erklärung Service und Qualität auf den National Express-Strecken RE 7 Krefeld-Rheine und RB 48 Bonn-Wuppertal bemängelt. Die Situation entspreche nicht den verkehrsvertraglichen Pflichten, heißt es. Gefordert wird auch eine bessere Information der Fahrgäste über Störungen und die Aufnahme von Gesprächen mit DB Netz. Das ist ein deutliches Zeichen, dass billig nicht immer gleich besser bedeutet. Qualität hat ihren Preis. Unternehmen müssen für die Einhaltung gewisser Standards verantwortlich gemacht werden können, aber gleichzeitig muss die Vergabestelle auch diese Standards bei Ausschreibungen klar voraussetzen. Lohn- und Sozialstandards als Kriterien sind möglich und notwendig. Diese müssen auch für Subunternehmer gelten. Bei der Vergabe sollte das von Beginn berücksichtigt werden, dann muss auch später nicht nachgebessert werden.

NX wendet nach Angaben von dpa ein, dass über 80 Prozent der Verspätungen und Ausfälle nicht vom Unternehmen beeinflussbar gewesen seien. Außerdem seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, wie etwa mehr Personal in der Betriebsleitzentrale, zusätzliche Werkstattkapazitäten, Optimierung interner Abläufe sowie der Einsatz von Sicherheitspersonal. National Express wird ab 2018 auch den Rhein-Ruhr-Express übernehmen. Kritisiert wird das Unternehmen auch von mobifair seit längerem für seinen Einsatz von Sub-Unternehmen im Zugservice und Sicherheitsbereich.