Die Preise für Diesel und Benzin gehen durch die Decke. Schon seit Wochen wird darüber gesprochen, wie man die Menschen in Deutschland entlasten kann. Offensichtlich zeigen die bisherigen Initiativen der Bundesregierung hierbei nur wenig Erfolg. Nun ist ein neues Entlastungspaket beschlossen worden, das befristet die Energiesteuer um 17 Cent pro Liter senken soll. Der Haken ist die zeitliche Befristung auf zwei Monate. Kaum zu glauben ist allerdings, dass die derzeitigen Lieferengpässe in zwei Monaten gelöst sein werden. Vielleicht glaubt Donald aus Washington daran – wir jedenfalls nicht!
Wer nach wie vor das Geld scheffelt, ist allerdings die Mineralölindustrie. Schön, wenn man jedes unternehmerische Risiko weitergeben kann, ohne dass sich die Betroffenen dagegen wehren können, oder?
Natürlich ist eine kurzfristige, auch temporäre staatliche Hilfe für all diejenigen, die vom eigenen Auto abhängig sind, die einzige Möglichkeit, um diese unvorhersehbaren Preissteigerungen abfedern zu können. Doch wenn wir nach vorne blicken, ist eine langfristige Rückkehr zu billigem Sprit, Gas oder Öl kaum zu erwarten.
Was wir brauchen, liegt auf der Hand. In Brüssel fordert der Verband des Öffentlichen Verkehrs (UITP) und die Europäischen Verkehrsgewerkschaften (ETF) ein deutliches Bekenntnis zum Öffentlichen Verkehr und Gütertransport, denn damit lässt sich wirklich eine Entlastung für die Menschen in Europa, in Deutschland und vor Ort erreichen. Dazu muss der Wandel zur klimaneutralen Energie dringend fortgeführt werden. Mehr Bahn und Bus also, anstatt unaufhaltbare Entwicklungen einfach zu ignorieren.
Wir können dem nur zustimmen. Wer heute über die Rückkehr von Kernenergie oder sogar den Abbau von Klimaschutz nachdenkt, wie es die AfD Bundestagsfraktion in einem aktuellen Antrag „Sofortige Senkung der Energiekosten – Beendigung aller deutschen Klimaschutzmaßnahmen“ fordert, will uns bewusst in die Irre führen und die Menschen in unserem Land für dumm verkaufen.
Die Wahrheit ist, dass wir uns verändern müssen – jeder Einzelne von uns. Schlimm ist, dass die Wahrheit keiner gerne hören will. Trotzdem lässt sich nicht verleugnen, dass man weder mit Hass und Gewalt noch mit Kriegen Konflikte lösen oder gar die Welt retten kann. Menschen und Umwelt leiden und Gewinner sind nur diejenigen, die am Krieg verdienen und danach noch den Wiederaufbau verkaufen!
Wer mit einfachen Rezepten das Schlaraffenland oder religiöse Erleuchtung verspricht, der hat schon immer gelogen!
