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Gleiche Arbeit, weniger Lohn – Diskriminierungsverdacht

24. Mai 2011 –Nach wie vor erhalten Frauen auch für gleiche oder gleichwertige Arbeit oft nicht das gleiche Gehalt wie Männer. In Europa zählt Deutschland mit einem durchschnittlichen Lohnunterschied von 23 Prozent zwischen Männern und Frauen immer noch zu den Schlusslichtern.

Ähnlich große Gehaltsunterschiede wie Deutschland weisen lediglich Tschechien (26 Prozent), Griechenland (22 Prozent), Österreich (25 Prozent) und die Niederlande auf (23 Prozent). Relativ gering ist die Lohnlücke hingegen in Italien (4,9 Prozent), Polen (9,8 Prozent) und Belgien (9,0 Prozent). Im EU-Durchschnitt beträgt die Differenz derzeit 18 Prozent.

Entgeltgleichheit für Frauen und Männer ist zwar rechtlich geboten, die Einhaltung wird jedoch nicht kontrolliert. Mit „eg-check“ liegt jetzt ein Prüfinstrumentarium vor, das eine Ungleichbehandlung der Geschlechter beim Arbeitsentgelt sichtbar macht. eg-check.de zeigt die konkreten Ursachen auf und berechnet das finanzielle Ausmaß einer Benachteiligung. Ziel ist eine Prüfung des Entgelts nach den rechtlichen Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und des europäischen Rechts zur Entgeltgleichheit.

Interessant ist das Instrumentarium für Betriebs- und Personalräte, Tarifparteien, Gleichstellungsbeauftragte und nicht zuletzt die Betroffenen selbst. Wer Entgeltdiskriminierung erkennen und beseitigen will, braucht effektive Prüfinstrumente. Mit dem System lassen sich für jede einzelne Beschäftigte die Ursachen einer Benachteiligung identifizieren und der finanzielle Anspruch berechnen. Damit können auch rechtliche Ansprüche entsprechend begründet werden.

Hier geht’s zum Entgeltgleichheits-Check