Ein guter und konstruktiver Austausch hat diese Woche mit dem rheinland-pfälzischen Minister des Innern, für Integration und Verkehr, Achim Schwickert, stattgefunden. Neben einem ersten Kennenlernen – der Minister ist seit Mai 2026 neu im Amt – gab es wieder viele aktuelle Themen, die vom EVG-Vorsitzenden Martin Burkert, EVG-Landesverbandsvorsitzenden Marcel Labonte, EVG-Geschäftstellenleiter Lars Kreer und mobifair-Abteilungsleiter Christian Gebhardt eingebracht wurden.
Die Lage der wichtigen Cargo-Töchter DB Intermodal Services und der TFG Transfracht beschäftigt derzeit viele Kolleg*innen in Rheinland-Pfalz, wo die Unternehmen ihren Sitz haben: Trotz profitabler Ergebnisse droht im Rahmen der Transformationsstrategie beim Mutterunternehmen DB Cargo der Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung und der Abbau von Arbeitsplätzen. Marcel Labonte, Martin Burkert und Lars Kreer haben die klare Ablehnung der EVG zum drohenden Verkauf zum Ausdruck gebracht.
Der Schwerpunkt des Antrittsbesuchs beim Minister war aber die Sicherheit in den Zügen. Sechs Monate nachdem der Kollege Serkan Çalar in einem Regionalexpress nahe Landstuhl angegriffen und tödlich verletzt wurde, sind immer noch zu wenige Konsequenzen gezogen worden. Minister Schwickert hat deutlich gemacht, dass er den Ernst der Lage versteht. Der Erkenntnis müssen aber auch Taten folgen. Dass Schwickert sich genau wie EVG und mobifair für ein Lichtbild auf dem Deutschlandticket einsetzen will, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das kann ein Puzzleteil für mehr Sicherheit sein, ebenso wie der Aufbau einer landesweiten Sicherheitsdatenbank. Diese ist Teil der Vorgaben des Landesnahverkehrsplans, der nun nach und nach umgesetzt wird. Die Sicherheitsdatenbank soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen, die vorausgegangene Ausschreibung ist mittlerweile abgeschlossen. Damit wird eine langjährige Forderung von EVG und mobifair umgesetzt.
Aber auch das wird nicht reichen. Für Martin Burkert steht fest: „Der neue Minister muss das Thema Sicherheit zur Chefsache machen. Die Verhandlungen zum anstehenden Doppelhaushalt sind die Chance, endlich zur Doppelbesetzung im Regionalverkehr zu kommen. Dann müssten Zugbegleiter ihren gefährlichen Dienst nicht mehr allein auf dem Zug leisten. Sicherheit kostet Geld, aber Sicherheit darf niemals verhandelbar sein.“

v. l. : Marcel Labonte, Martin Burkert, Achim Schwickert, Lars Kreer und Christian Gebhardt
