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Fernbus mit außerplanmäßigem Halt

29. Oktober 2014 – Tiefe Reifenspuren ziehen sich durch die grüne Wiese. Kot liegt in aufgeweichtem Toilettenpapier auf dem Asphalt und der Grünfläche. Ein Gestank von Chemikalien liegt in der Luft. mobifair dokumentierte frische Spuren von Fäkalien direkt nach dem Stopp eines Fernbusses an dieser Stelle am Rand einer Landstraße in Richtung Prien am Chiemsee.

Es liegen mobifair Informationen vor, dass in Prien am Chiemsee die Inhalte von Fernbus-Bordtoiletten in die Natur abgelassen werden. mobifair recherchierte daraufhin vor Ort. Potentielle Abladestellen wurden beobachtet und mehrmals hielten Fernbusse an einer Stelle, kurz bevor sie für die Nacht auf einem Parkplatz abgestellt wurden. Fäkalien, Toilettenpapier und ein Geruch wie im Dixie-Klo sprechen eine deutliche Sprache.

Dieser Fall macht auf ein weiteres Problem in der Fernbusbranche aufmerksam. Die Routen und Fahrpläne sind zu eng geplant. Es wird gespart, um wettbewerbsfähig zu bleiben. mobifair fordert die Fernbusanbieter auf, dafür zu sorgen, dass die Unternehmen, die Linien bedienen, ihren Busfahrern am Ende einer Route die Möglichkeit geben müssen, die Bordtoilette zu entleeren. „Jeder Betreiber einer Fernbuslinie sollte den schriftlichen Nachweis einer Kooperationsvereinbarung mit einem Betriebshof oder einer anderen Stelle zur Entleerung der Bordtoiletten am Ende einer Fernbuslinie erbringen. Auch die Zuteilung einer Linienkonzession an die Anbieter sollte von einer entsprechenden schriftlichen Vereinbarung abhängig gemacht werden“, fordert mobifair Geschäftsführer Helmut Diener, der bei Recherche vor Ort war.

Die Behörden sind informiert. Ordnungsamt und Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Hier geht es zum Bericht in der Süddeuteschen Zeitung

 

Die außerplanmäßige Haltestelle