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BILLIGLÖHNE UNVERZÜGLICH STOPPEN

4. Dezember 2012 – mobifair befürchtet in der Busbranche Lohndumping im großen Stil. Bereits jetzt werden nach Angaben des Vereins von deutschen Unternehmen ausländische Fahrer zum Lohnniveau ihrer Heimatländer auf innerdeutschen Strecken eingesetzt. Das wird mit der Öffnung des Fernbusmarktes weiter zunehmen.
Wie aus Recherchen von mobifair hervorgeht, hat bereits ein großer deutscher Busunternehmer angekündigt, seine Busfahrer vom Arbeitsmarkt in Portugal zu holen.
„Bei der Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes, mit der der Fernbusmarkt geöffnet wurde, sind wichtige Aspekte wie Schutz von Lohn- und Sozialstandards für die Busfahrer einfach nicht berücksichtigt worden“, kritisiert Helmut Diener, Geschäftsführer von mobifair. Obwohl den Abgeordneten entsprechende Informationen vorlagen, habe man wieder einmal einseitig auf den Wettbewerb gesetzt, ohne die Interessen der Beschäftigten einzubeziehen.
Wenn der Fernbuslinienmarkt demnächst kräftig ins Rollen kommt – mehrere Unternehmen haben bereits regelmäßige Fernstreckendienste aufgenommen und weitere Firmen Aktivitäten angekündigt, könnte Lohndrückerei zur Regel werden. „Preiswerte“ Fahrer aus dem Ausland machen günstige Ticketpreise erst möglich, so Diener. „Niedrige Löhne, niedrige Fahrpreise“, befürchtet mobifair.
Das wird sich auch auf den Linienverkehr übertragen. Besonders die Busgesellschaften der Deutschen Bahn sind hier auf einer Fährte der Absenkung von sozialen Besitzständen. Sie drohen oder reagieren mit weiteren Unternehmensausgründungen und vermehrten Abvermietungen der Busleistungen. In der Führungsspitze nennen sie sich „Mobilitätsmakler“. „Also sie vermitteln die Arbeit und führen diese nicht mehr selbst durch“. Schrecklich und verantwortungslos nennt das mobifair.
mobifair fordert unter dem Motto „Billiglöhne Unverzüglich Stoppen“ eine Initiative im Busbereich. Auch dort ist es höchste Zeit, allgemeinverbindliche Tarifverträge auf dem Weg zu bringen. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer ist besonders gefordert, auf solche Machenschaften einzuwirken, wenn die Busbranche sauber und anständig bleiben soll.