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Schluss mit Ausbildung auf Niedrigniveau

2. August 2012 – Ausbildungen im Schnellverfahren auf Niedrigniveau und Prüfungen ohne externen Einfluss sorgen für ein Qualifikationsgefälle im Berufsfeld der Lokführer, erklärte der Geschäftsführer von mobifair, Helmut Diener in einem Spitzengespräch auf Einladung der IHK Karlsruhe.

Kopfschüttelnd und erstaunt reagierten die IHK-Offiziellen, als die mobifair-Delegation die Fakten auf den Tisch legte. Dubiose Schulen, Ausbildungsdauer je nach Dringlichkeit des Bedarfs, fehlende Prüfungsordnungen und Ähnliches prägen nach den Rechercheergebnissen von mobifair die Situation. Das klassische Berufsbild Lokführer leidet, wenn nicht schnellstens reagiert wird, stellte Diener klar. Der traditionelle Eisenbahner im Betriebsdienst müsse der „Königsweg“ der Lokführerausbildung bleiben. So genannte Ausbildungen von der Straße müssen neu aufgestellt werden.

Mit einer Modulausbildung und nachgewiesener Praxis wäre dies möglich, gab der Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung der IHK Karlsruhe, Alfons Moritz, zu verstehen. Am Schluss könnte ein Lokführer mit anerkanntem Berufsbild stehen.
Nach Ansicht von mobifair ist eine Neuordnung im Ausbildungssystem Lokführer durchaus zu erreichen, wenn man Gewerkschaften, Arbeitgeber und Verbände für die Idee gewinnt. mobifair hat den Ball schon lange aufgenommen und begleitet hierzu ein von der Gewerkschaft EVG unterstütztes Projekt.

 

von links: Raoul Machalet (mobifair), Dieter Schäffer (mobifair), Susanne Lang (IHK), Helmut Diener (mobifair), Simone Leibel (IHK), Rolf Barthold (IHK), Alfons Moritz (IHK)