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Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet

12. Juli 2012 – In der Eurozone drohen nach einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO weitere massive Einbrüche auf dem Arbeitsmarkt, sollte die Politik nicht zielgerichtete Gegenmaßnahmen einleiten. 22 Millionen Menschen, so die Prognose, könnten in den nächsten vier Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen sein.

Als die schlimmste Krise seit Gründung der Eurozone bezeichnet die UN-Sonderorganisation die derzeitige Situation. Mehr als ein Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung in Europa sei entweder arbeitslos oder vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen, die Langzeitarbeitslosigkeit nehme immer mehr zu. Ohne zielgerichtete politische und wirtschaftliche Maßnahmen werde die Zahl von derzeit 17,4 Millionen Beschäftigungslosen in den nächsten Jahren auf 22 Millionen ansteigen. Auch der deutsche Arbeitsmarkt ist nach ILO-Angaben gefährdet.

Statt Steuergelder für die Rettung von Banken und Unternehmen einzusetzen, sollten dafür die jeweiligen Aktionäre in die Pflicht genommen und die öffentlichen Mittel für Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen verwendet werden. Außerdem empfiehlt die Organisation die Vergabe von Krediten an kleine und mittelständische Firmen. Insgesamt müssten Wachstum und Globalisierung viel stärker auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet werden, so die ILO.
Auch die OECD hat aktuell vor einer Verschärfung der Job-Situation in Europa gewarnt. Seit Beginn der Finanzkrise stieg die Arbeitslosenquote in den OECD-Ländern bis auf 8,5 Prozent an – und blieb mit einem geringen Rückgang um 0,6 Prozent auf dieser Höhe. Das bedeutet 15 Millionen mehr Arbeitslose als vor Beginn der Krise im Jahr 2007.