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Thüringen dreht den Geldhahn zu

14. April 2011 – Seit April gilt in Thüringen eine Beschränkung von Fördermitteln für Unternehmen, die Leiharbeitnehmer einsetzen. „Das ist der richtige Weg, um den Menschenhandel einzuschränken“, kommentierte Helmut Diener, Geschäftsführer von mobifair.

Das thüringische Wirtschaftsministerium wird nach der neuen Richtlinie den vollen Fördersatz für Betriebserweiterungen ab sofort nur noch für Unternehmen gewähren, die weniger als zehn Prozent Leiharbeitskräfte im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft beschäftigen. Bei einer höheren Quote werden die Subventionen gekürzt, wer mehr als 30 Prozent Leiharbeitnehmer einsetzt, erhält keine Fördermittel mehr. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Leiharbeitsplätze in Thüringen um satte 46,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach oben geschnellt, die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse dagegen gerade einmal um 2,1 Prozent. Dieser Tendenz will das Bundesland nun einen Riegel vorschieben. Helmut Diener wertet diese Entscheidung als „vorbildlich“.

mobifair unterstützt auch die Forderung der IG Metall, diese Vorgaben auf andere Bundesländer auszuweiten. So will zum Beispiel die IG Metall Rheinland-Pfalz von der neuen Landesregierung in Mainz eine Übernahme des Thüringer Modells. „Alle Länder sollten diesem Beispiel folgen“, so Diener dazu, „nur wenn keine Gelder mehr fließen, kann diesem Gewerbe der Boden entzogen werden.“