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Symposium „Rund um die Uhr“ – mehr soziale Kompetenz gefordert

Symposium „Rund um die Uhr“ – mehr soziale Kompetenz gefordert

Mit dem Projekt „Rund um die Uhr“ untersucht mobifair in Form einer repräsentativen Erhebung die besonderen Belastungen der Beschäftigten im unregelmäßigen Schicht- und Wechseldienst. Hier wird besonderes Augenmerk auf das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelegt. Im Rahmen eines Symposiums im Kongresszentrum in Fulda wurde der Stand der Untersuchungen in Form eines Zwischenberichts und als Diskussionsgrundlage vorgestellt.

Die wissenschaftliche Auswertung, soll konkrete Handlungsoptionen für die Sozialpartner beinhalten wie den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schicht- und Wechseldienst besser entsprochen werden kann. Die Umsetzung der Ergebnisse soll sowohl die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen verbessern als auch zu einem besseren Betriebsklima beitragen.

In seinem Vortrag „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ machte Professor Dr. Friedhelm Nachreiner von der TU Oldenburg deutlich, welch enge Verzahnung von Arbeitszeit und Arbeitssicherheit besteht. So müsse die Arbeitszeitgestaltung stets auch als Instrument des Arbeitsschutzes gesehen und genutzt werden. (Die Charts aus dem Vortrag von Professor Dr. Nachreiner stehen hier als Download zur Verfügung).

 

Professor Dr. Friedhelm Nachreiner von der
TU Oldenburg (rechts) machte anlässlich
des mobifair-Symposiums bemerkenswerte
Zusammenhänge und Auswirkungen von
schlecht geplanter Schichtarbeit deutlich.
Unser Foto zeigt ihn gemeinsam mit
Helmut Diener und Gabriele Noll.

Während des Symposiums zeigte Gabriele Noll, Projektbeauftragte von mobifair auf, dass bei den persönlichen Befragungen und in den ausgefüllten Fragebögen die Planungssicherheit von Arbeitszeiten über längere Zeiträume einen hohen Stellenwert für die Beschäftigten einnimmt.

Darüber hinaus fordern die Befragten, dass der Arbeitgeber oder Disponent sie mehr in die Planung der Schichten mit einbezieht und auf ihre eigenen persönlichen Wünsche – soweit es machbar ist – Rücksicht nimmt. Urlaubswünsche sollten ebenso mehr Berücksichtigung finden, wie auch vor allem die tariflichen und gesetzlichen Übergangszeiten zwischen den Schichten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist aus Sicht der Beschäftigten eng mit der Schichtplanung und deren Planungssicherheit verbunden. Das allerdings setzt voraus, dass zum Planen auch ausreichend Personal vorhanden ist.

Helmut Diener, Geschäftsführer von mobifair, sieht angesichts der bislang ausgewerteten Antworten zwingenden Handlungsbedarf im Bereich der Disponenten. Hier müssten gezielte Schulungen zu einer besseren Qualifizierung und höheren sozialen Kompetenz führen.

Weitere Bilder vom Symposium „Rund um die Uhr“ finden Sie hier.