Vor zwei Wochen berichtete mobifair über den schrecklichen Angriff auf den Kollegen Serkan Çalar der kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlag. Der Vorfall, aber auch die Erkenntnis, dass sich die Sicherheitssituation für die Kolleginnen und Kollegen in den Zügen immer weiter verschlechtert, haben die öffentliche Diskussion über Konsequenzen wieder angefacht.
Die Deutsche Bahn lud am 13. Februar zu einem Sicherheitsgipfel ein und Bahnchefin Evelyn Palla kündigte Bodycams für alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt auf freiwilliger Basis an. Es ist ein überfälliger Schritt und wir raten jeder Kollegin und jedem Kollegen, dieses Angebot anzunehmen. Erwiesenermaßen erhöhen Bodycams die Hemmschwelle von Übergriffen deutlich. Dieser wichtige Teil der Ausrüstung dient dem Schutz, nicht der Überwachung.
Doch das reicht unseres Erachtens bei weitem nicht aus. Wie bereits eingefordert braucht es noch viel mehr. Wir lehnen den Alleindienst der Kolleginnen und Kollegen in den Zügen ab! Der Vorsitzende der Landesverkehrsministerkonferenz, Christian Bernreiter aus Bayern, erklärte dazu, dass für eine konstante Doppelbesetzung in den Zügen das Geld fehlen würde. Doch Sicherheit ist nicht verhandelbar. Es ist unerlässlich, dass die Beschäftigten in den Zügen vor Übergriffen zu schützen sind und als erste Maßnahme sollten umgehend die KiN mindestens als Zweierteams auftreten, auch wenn bei gleicher Personalstärke dann nur jeder zweite Zug besetzt werden kann. Es müssen alle Kolleginnen und Kollegen mit Kundenkontakt wirkungsvoll geschützt werden, also nicht nur das Bordpersonal, sondern auch die stationär eingesetzten Beschäftigten.
mobifair unterstützt die Petition der EVG „Sicherheit ist nicht verhandelbar“. Wir wollen, dass es nachhaltige und echte Verbesserungen gibt und Beschäftigte wie auch Reisende in den Zügen und auf den Bahnhöfen sicher sein können.
Bitte beteiligt euch an dieser Petition und teilt sie auch auf euren sozialen Kanälen.

