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Einstieg, Abstieg, Ausstieg

11. November 2014 – Mit dem ADAC steigt ein weiterer Betreiber aus dem Fernbusmarkt aus. Bereits im Oktober hat das Unternehmen city2city aufgegeben, der Anbieter DeinBus ist insolvent. Der bisherige ADAC-Partner Postbus will das Geschäft nun alleine weiter ausbauen.
Nach Ansicht von Experten fahren derzeit alle Anbieter von Fernbusreisen mit den aktuellen Billigangeboten wirtschaftliche Verluste ein. Offenbar sehen die Postbus-Verantwortlichen aber weiterhin langfristig Perspektiven im umkämpften Fernbusmarkt. Von den mit weniger finanziellen Polstern ausgestatteten Mitbewerbern mussten bereits einige aufgeben.
Mit city2city und DeinBus hat es zwei von den kleinsten Unternehmen im Markt erwischt. Das größte Stück vom Kuchen hat nach Angaben des Bundesverbandes der Omnibusunternehmen derzeit Mein Fernbus mit rund 45 Prozent Marktanteil, gefolgt von Flixbus mit 24 Prozent. ADAC Postbus konnte acht Prozent verzeichnen, nach den Plänen des Postkonzerns soll dieser Anteil künftig kräftig steigen. Der Marktanteil von city2city betrug gerade einmal 2 Prozent,
Dass die Niedrigpreise bei diversen Anbietern auf Kosten der Beschäftigten und teilweise der Sicherheit gehen, hat mobifair bei Testfahrten im Sommer dieses Jahres nachweisen können. Bei jeder vierten Tour wurden Verstöße gegen Arbeitszeitbestimmungen registriert. Das war der Anstoß für viele Polizeikontrollen in verschiedenen Bundesländern, die diese von mobifair recherchierten Verstöße mehr als bestätigten. „Billig ist nicht gleich gut“, sagt mobifair-Geschäftsführer Helmut Diener und fordert erneut ein schnelles Handeln der Bundesregierung, um eine Kontrolldichte durch das Bundesamt für Güterverkehr sicherzustellen. Dazu muss dringend mehr Personal bereitgestellt werden. Die Kosten könnten durch eine Maut für Fernbusse finanziert werden, so Diener.