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mobifair zeigt Busunternehmen Z mobility an

7. Juli 2014 – mobifair setzt sich für fairen Wettbewerb in der Mobilitätswirtschaft ein. Im Rahmen des Vereinszwecks deckt der gemeinnützige Verein kriminelle Machenschaften in der Verkehrsbranche auf und bringt diese zur Anzeige. Das muss nun auch ein Unternehmen in der Region Augsburg erfahren. Das Busunternehmen Z Mobility, das den Linienverkehr Friedberg bedient, wurde von mobifair den Behörden gemeldet.

Die Vorwürfe umfassen Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz und das Ausstellen von falschen Bescheinigungen. Diese Bescheinigungen sollen belegen, dass der Busfahrer die gesetzliche Höchstarbeitszeit nicht überschritten, die erforderlichen Ruhepausen eingehalten hat und ausgeruht Reiseverkehre fahren darf. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu einem Konflikt mit dem nächsten Arbeitseinsatz. mobifair liegen Belege vor, die beweisen, dass Busfahrer im Reiseverkehr eingesetzt wurden, die bereits ihre erlaubte Arbeitszeit im Linienverkehr abgearbeitet hatten.

Darüberhinaus geht das Unternehmen willkürlich mit Arbeitsverträgen um. Es werden Überstunden gestrichen, um die Bilanz des Unternehmens zu verbessern, ohne dass es dafür eine vertragliche Grundlage gibt. Das Streichen von Überstunden sei wichtig für eine positive Bilanz des Unternehmens.

Eine Überprüfung der Qualifikation der Fahrer und die Lohnstandards des Unternehmens sollten ebenfalls durch die Behörden durchgeführt werden. Es liegen Informationen vor, dass Fahrer aus sogenannten Billiglohnländern von Z Mobility eingesetzt werden, die nicht über eine ausreichende Ausbildung verfügen und deren Bezahlung nicht der in Deutschland üblichen Lohnstandards entspricht.

mobifair will diesen Machenschaften des Unternehmens Z Mobility ein Ende bereiten. Mit diesen Methoden den Markt, auf Kosten der Fahrer und der Sicherheit der Fahrgäste zu beeinflussen, ist gefährlich, unsauber und vor allem nicht fair. Nicht ausgeruhte und übermüdete Busfahrer sind ein Sicherheitsrisiko.

Daher fordert mobifair, dass die Aufgabenträger das Ausschreibungsverfahren ändern müssen. Aufträge werden immer wieder an den billigsten Anbieter vergeben. Lohn- und Sozialstandards werden dabei meist außer Acht gelassen und Kontrollen, der in den Verträgen abverlangten Normen, finden kaum statt. „Diese Vergabepolitik fördert das „Schmuddelgeschäft“ in der Branche,“ macht Helmut Diener, Geschäftsführer von mobifair, deutlich.

Die EU-Richtlinie 1370/2007 ermöglicht die Festlegung von Lohn- und Sozialstandards im Ausschreibungsverfahren. Unternehmen die sich bewerben, müssen die Anwendung von repräsentativen Tarifverträgen vorweisen können und ihre Aufgaben mit qualifiziertem Personal verrichten. Auftragsvergabepolitik darf nicht den Menschen schaden. „Unternehmen, die gegen die gesetzlichen Schutzbestimmungen verstoßen, muss die Lizenz entzogen werden,“ so Diener.

Denn Fakt bleibt nach den Recherchen von mobifair:

Busfahrer fahren Schichten im Linienverkehr und können auf Grund des Fahrplans nicht die gesetzlichen Pausen einhalten. In Bedarfsfällen geht ihre Schicht als Lenker eines Reisebusses weiter. Es fehlen Ruhepausen und die erschöpften Fahrer werden zu einem erheblichen Risiko. Den Preis der Ausbeutung nehmen Busfahrer in Kauf, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Das Risiko tragen auch die Kunden im Bus und die übrigen Verkehrsteilnehmer. Damit muss Schluss sein.