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Kampfansage gegen Leiharbeit und dubiose Verträge

26. März 2014 – NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) will mit einer Initiative gegen Leiharbeit und dubiose Werkverträge vorgehen. Werkverträge würden zu oft missbraucht, kritisiert der Minister, man müsse sie „zivilisieren“. mobifair wendet sich seit langem gegen die ausufernde Praxis des Sub-Unternehmertums.

Schneider will unter anderem die Rolle der Betriebsräte stärken und dafür sorgen, dass Unternehmen klar definieren sollen, ob „echte“ Werkverträge vorliegen. Außerdem sollen Leiharbeiter spätestens nach neun Monaten im Betrieb den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft. Der Minister erklärte seine Ziele als „ersten konkreten Vorschlag für eine Eindämmung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkverträgen“. Damit liegt Schneider, der 2012 mobifair-Fairnesspreisträger war, voll auf der Linie von mobifair. Seit langem bemängelt mobifair die zunehmende Praxis der Unternehmen, sich durch „Schein-Werkverträge“ aus der Arbeitgeberverantwortung zu stehlen. Um Personalkosten zu sparen und Arbeitnehmerrechte zu umgehen, werden von Firmen immer mehr Sub-Unternehmen engagiert. Verlierer der Auslagerungen sind die Beschäftigten. Durch Schneiders Vorstoß soll langfristig die Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern und Stammbelegschaft gesichert werden. Der Boom von Werkverträgen resultiert nach seiner Ansicht aus der mangelnden Regulierung der Leiharbeit.