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Umweltschutz als Vorwand

24. April 2013 – Ein neuer Entwurf aus Brüssel zur Herstellung von LKW sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Es besteht die Möglichkeit aerodynamische Fahrzeuge zu entwickeln, die den Kraftstoffverbrauch und den CO²-Austoß verringern sowie die Sicherheit auf den Straßen verbessern. Doch die EU-Kommission verknüpft in diesem Paket den Vorschlag zum grenzüberschreitenden Verkehr von Gigalinern.

Diese sogenannten Megatrucks sind ca. 25 Meter lang und haben ein Gewicht um die 40 Tonnen. Allianz pro Schiene kämpft seit Beginn, gemeinsam mit der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft EVG und mobifair, gegen diese Art des Güterverkehrs. Die Begleiterscheinungen der Einführung solcher Fahrzeuge haben einen immensen negativen Einfluss auf die Beschäftigten und die Infrastruktur. Durch den enormen Wettbewerbsdruck in dieser Sparte sind LKW-Fahrer ohnehin schon häufig am Rande der Selbstausbeutung. Gesundheits- und Arbeitsschutz kommen zu kurz. Der Einsatz von Gigalinern verschärft diese Belastung.
Es kommt hinzu, dass die Infrastruktur in Deutschland nicht auf diese „Riesen“ ausgelegt ist. Die Umbaumaßnahmen, z. B. von Brücken und Tunneln, sowie die Abnutzung der Autobahnen und Straßen, gehen nach Berechnungen von Allianz pro Schiene in die Milliardenhöhe.

Der zweite Blick auf den Entwurf lässt den ökologischen Ansatz der EU-Kommission in einem schlechten Licht da stehen. Die rechtlichen Grundlagen sind auf Europäischer Ebene noch nicht geklärt und somit überlässt die Kommission die Entscheidung den Mitgliedsstaaten.

mobifair bleibt dabei, Gigaliner belasten die Arbeitnehmer, verursachen hohe Kosten für den Steuerzahler und belasten die Umwelt.