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Ministerium will mehr Monster-Lkw

28. November 2012 – Stell Dir vor, der Gigaliner-Feldversuch läuft und niemand fährt mit. Das Bundesverkehrsministerium jedenfalls hätte gerne mehr Monstertrucks auf den Straßen und hat nochmals an die Unternehmen appelliert, sich zu beteiligen. Als Bonbon will man ihnen ein erweitertes Straßennetz bieten.

Da alle rot-grün regierten Bundesländer mit Ausnahme von Hamburg den Feldversuch blockieren und auch eine Durchfahrt durch ihre Gebiete ablehnen, stoßen Logistiker, die längere Strecken für die überlangen Lkw planen sollen, schnell an ihre Grenzen. Aus dem Verkehrsministerium kam jetzt die Ankündigung, das Netz der erlaubten Strecken zu erweitern. Anderthalb Jahre nachdem die Monstertrucks losgelassen wurden, sind lediglich knapp über 30 im Einsatz. Im Haus Ramsauer sähe man gerne mehr davon, eine deutliche Aufforderung ging auch in Richtung DHL oder Deutsche Bahn.

„Das unsinnige Projekt Gigaliner wird weiter künstlich am Leben erhalten“, kritisiert mobifair-Geschäftsführer Helmut Diener. „Die Dinger gefährden die Sicherheit im Straßenverkehr und werden auch von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Trotzdem wird mit allen Mitteln versucht, den Einsatz durchzudrücken“. Genau wie die von SPD und Grünen regierten Bundesländer vertritt mobifair die Meinung, dass mit den Gigalinern eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße erfolgt. Die Bundestagsfraktionen beider Parteien haben zudem eine Verfassungsklage erhoben. Der Verkehrsminister hatte den Feldversuch mit einer Verordnung durchgesetzt, bei der die Fraktionen die Mitwirkungsrechte des Bundestages verletzt sehen.