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EU-Sozialkommissar bemängelt Arbeitsmarktpolitik

27. September 2012 – Kritik von der EU – nach Meinung von Sozialkommissar Laszlo Andor sind die niedrigen Löhne in Deutschland ein Grund für die europäische Wirtschaftskrise. Er fordert für die Deutschen Lohnerhöhungen und einen Mindestlohn in allen Branchen.

Durch die jahrelange Lohnzurückhaltung hätten die Deutschen dazu beigetragen, dass wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa entstanden seien, wird Andor in der FAZ zitiert. Für die Überwindung der Krise unabdingbar sind nach seiner Antwort die Einführung eines Mindestlohns und generell höhere Löhne nötig. Der EU-Politiker kritisiert sowohl die Wirtschafts- als auch die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. Besonders der hohe Anteil von Minijobbern sei problematisch, die Betroffenen seien in Gefahr, in eine „Armutsfalle“ zu geraten.

Dass die Vorwürfe von EU-Seite bei der Bundesregierung auf fruchtbaren Boden fallen, darf bezweifelt werden, meint mobifair. Ähnliche Stimmen von Gewerkschaften und Sozialverbänden aus dem eigenen Land verhallen schließlich schon seit Jahren ungehört. Niedriglöhne und die damit drohende Altersarmut für immer mehr Menschen scheinen für die Politiker in diesem Land kein ausreichender Handlungsgrund zu sein.