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Hessen setzen auf Mindeststandards

17. August 2011 – Die Verkehrsverbünde in Hessen werden künftig bei Ausschreibungen im SPNV den von der Gewerkschaft EVG abgeschlossenen Branchentarifvertrag zugrunde legen. Damit werden für die Beschäftigten Tarif- und Sozialstandards gesichert.

Der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bekennen sich zur Tariftreue. Wie der Geschäftsführer des NVV, Wolfgang Dippel, mitteilt, „wird in Abstimmung mit dem Geschäftsführer des RMV zur Gewährung eines hessenweit einheitlichen Verfahrens in künftigen SPNV-Ausschreibungen der Branchentarifvertrag der EVG als Mindeststandard vorgegeben.“ Damit soll dem von den Verkehrsunternehmen eingesetzten Personal eine faire Entlohnung und sozial vertretbare Arbeitszeiten zugesichert werden. Eine gleichlautende Zusage machte der Geschäftsführer des RMV, Klaus Peter Güttler, während des Aktionstags SPNV der EVG in Frankfurt.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen, unterstützt in einem Schreiben an die SPD-Betriebsgruppe Eisenbahn die Einführung von Tarif- und Sozialstandards bei zukünftigen Ausschreibungen. Wie der Vorsitzende der Betriebsgruppe, Karl-Heinz Zimmermann, mitteilte, hat der Oberbürgermeister zugesagt, auf eine entsprechende Umsetzung zu achten.

„Das ist die richtige Maßnahme gegen den Ausverkauf von Arbeitnehmerinteressen“, kommentierte Helmut Diener, Geschäftsführer von mobifair. „Jetzt fehlt nur noch ein Landestariftreuegesetz in Hessen“.