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Billigvergaben sind kein Indiz für Effizienz

mobifair widerspricht Verbraucherzentrale-Bundesverband:

Billigvergaben sind kein Indiz für Effizienz

„Wer bei der Beurteilung der Finanzierung und der Vergabe von Nahverkehrsdienstleistungen allein die Effizienz und nackte Zahlen des statistischen Bundesamtes zu Grunde legt, greift zu kurz“, erklärte mobifair- Geschäftsführer Helmut Diener in einer Reaktion auf die jetzt vorgestellte Studie des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes (VZBV).

mobifair unterstütze auch die Forderung nach größerer Transparenz der Geldflüsse und einer Nachweispflicht für die zweckgebundenen Bundesmittel, doch sieht der Verein für fairen Wettbewerb in der Mobilitätswirtschaft Effizienz von Verkehrsdienstleistungen nicht in Billigvergaben. „Wer es bei Vergaben erlaubt, dass Gesetze missachtet, Löhne gedrückt und Sozialstandards ausgehebelt werden, kann auf jeden Fall finanziell günstiger, also effizienter sein, als jener, der schon bei der Vergabe auf Seriosität achtet und entsprechende Forderungen
als Vergabekriterien vorschreibt“, sagt Diener.

Als Beispiel nannte er Verkehrsunternehmen, die in strukturschwachen Gebieten unter anderem Ausbildungsplätze bereitstellen und auf diese Weise ihren gesellschaftspolitischen Beitrag leisteten. Vor diesem Hintergrund ihre teurere Dienstleistung als „ineffizient“ anzuprangern wäre ein Hohn, so der mobifair-Geschäftsführer. Er erneuerte, mit Hinweis auf den neuen mobifair-Leitfaden zur Vergabe von Verkehrsdienstleistungen, die Forderung seines Vereins, bei Vergabeverfahren bereits in der Ausschreibung Lohn- und Sozialstandards als Entscheidungskriterien aufzunehmen.