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Stress und Zeitdruck sind an der Tagesordnung

30. März 2012 – Jeder zweite Beschäftigte fühlt sich laut einer Umfrage des DGB-Index Gute Arbeit bei der Arbeit gehetzt und unter Zeitdruck gesetzt. 63 Prozent geben außerdem an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen. „Alarmierende Zahlen“ meint mobifair.

Gut ein Viertel der Befragten muss zudem sehr häufig oder oft auch in der Freizeit erreichbar sein, 15 Prozent arbeiten sogar unbezahlt in der Freizeit. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verwischen sich zunehmend, als Resultat können die Arbeitnehmer immer weniger abschalten. Mehr als ein Drittel beschäftigt sich auch zu Hause mit Problemen vom Arbeitsplatz. Krankmachende Faktoren, die vor der eigenen Haustür nicht Halt machen, belasten immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland.

Allerdings: auch wenn sie sich „richtig krank“ fühlen – fast die Hälfte der Beschäftigten geht trotzdem zur Arbeit, wie der DGB ermittelte. Bei denjenigen, die sehr häufig gehetzt arbeiten müssen, sind es gar 70 Prozent. Höchste Zeit, die Arbeitsbedingungen zu ändern, so das Fazit der Gewerkschaften. „Die psychischen Belastungen durch Arbeitsstress, Arbeitshetze und Arbeitsintensivierung sind so hoch, dass die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gefährdet sind“, urteilte DGB-Vorstandmitglied Annelie Buntenbach bei der Vorstellung der Umfrage-Ergebnisse.

mobifair beschäftigt sich seit einigen Monaten im Rahmen eines Projektes mit der psychischen Belastung am Arbeitsplatz. In Zusammenarbeit mit der TU Dortmund läuft derzeit ein breit angelegter Praxistest. Ziel ist es, eine zuverlässige Handlungshilfe zur Früherkennung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu entwickeln.