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Nepper, Schlepper, Lokführerfänger …

Qualifizierte Lokführer aus der Ukraine werden über einen Personalvermittler mit Sitz in Dresden (Name ist mobifair bekannt) rekrutiert und an scheinbar dubiose Personaldienstleister im Eisenbahnmarkt weitergereicht. Dafür, dass die Lokführer, die eine neue Heimat und Aufgabe suchen und die Vermittlung selbst bezahlen müssen, kassiert der Personalvermittler viel Geld. Das hat schon den Anschein von „Nepper und Schlepper“.

Sind die Lokführer im Unternehmen eingesetzt, werden ihnen wichtige Dokumente vorenthalten und sie werden mit „Knebelverträgen“ ausgestattet. Unter anderem mit einem dubiosen Fortbildungsvertrag, mit dem der Arbeitgeber bei einer vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses richtig viel Geld als Rückerstattung verlangt. Nochmal als Hinweis: Es geht hier um sehr gut ausgebildete Lokführer, die alle eine hohe Qualifikation und Fahrpraxis nachweisen und denen das EBA einen für Europa gültigen Lokführerschein ausgestellt hat. Dazu kommt noch, dass ein Arbeitsverhältnis mit Menschen aus einem nicht der EU angehörigen Staat deren Bleiberecht begründet. Keine Arbeit heißt Abschiebung. Das nutzt das ebenfalls in Dresden ansässige Unternehmen (Name ist mobifair bekannt) brutal aus. Die Kollegen werden nur mit Handy ausgestattet und mit Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz quer durch Deutschland gehetzt.

Nun hat sich ein Lokführer gewehrt und wollte sein Recht einfordern. Mit Rechtsschutz seiner Gewerkschaft kam es zu berechtigten Forderungen nach Einhaltung aller Regeln und Gesetze. Daraufhin wurde dem Kollegen auf sehr gemeine Art das Arbeitsverhältnis gekündigt. Der Arbeitgeber zwang ihn zu einer Wissensprüfung. Ohne Ankündigung, ohne Vorbereitungszeit und ohne Prüfberechtigung. Niemand konnte diese Prüfung bestehen. Aus der Anspruchsklage wurde nun eine Kündigungsklage.

Dieser Vorgang brachte nach Meinung von mobifair viele kriminelle Machenschaften ans Licht. mobifair berichtet hier zunächst nur von der Spitze des Eisbergs. Die Ziele sind klar: Die betroffenen Lokführer müssen in Deutschland bleiben und brauchen gute und seriöse Arbeitsplätze. Der Personaldienstleister muss seinen Platz im Verkehrsmarkt verlieren und die EVUs, die sich an solchen „Verleihern“ bedienen, brauchen dringend Besuch vom EBA und von den Gewerbeaufsichtsämtern. Um den Personalvermittler muss sich der Zoll und das Finanzamt kümmern. mobifair hat den Ministerpräsidenten von Sachsen, Herrn Michael Kretschmer, informiert.

mobifair meint: „Wer bescheißt, entgleist und wer mit Menschen handelt ist ein Menschenhändler“, wie es Helmut Diener als Vorsitzender des Vereins zum Ausdruck bringt. mobifair wird hier aktiv dranbleiben, den Betroffenen helfen und weiter über diese schändlichen Fälle berichten.