mobifair begrüßt die Aufforderung der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA an Arbeitgeberverbände und Unternehmen zur Selbstverpflichtung für fairen Wettbewerb und gegen Lohn- und Sozialdumping.
Es müsse – so heißt es in dem Schreiben der Tarifgemeinschaft – trotz der Konkurrenzsituation untereinander, im Interesse der Verkehrsunternehmen liegen, alles zu unternehmen, damit in der Branche ein fairer Wettbewerb nur über Leistung und Qualität geführt wird.
Hintergrund ist, dass die DB Regio AG zur offenen Tarifflucht aufgerufen hat. Im Zuge des Vergabeverfahrens des Bremer S-Bahn-Netzes hat das Unternehmen erklärt, dass es sich nicht mehr an die eigenen Tarifverträge halten will, da ihr die vom Besteller geforderte Tariftreue nicht zumutbar sei. Weiter wurde ausgeführt, dass die DB Regio AG ohne diese Verpflichtung mit Subunternehmen, die keiner Tarifbindung unterliegen, die anderen Wettbewerber hätte unterbieten können.
Diese Entwicklung bei der DB AG ist umso verwunderlicher, da noch Ende vergangenen Jahres Vertreter der Bahnzentrale gegenüber mobifair wörtlich erklärt haben: „Es besteht Einigkeit darüber, dass die DB AG kein Lohn- und Sozialdumping billigt oder gar unterstützt. Bei Bekanntwerden von Verstößen in ihrem Einflussbereich wird die DB AG konsequent entgegen wirken.“
mobifair fordert die DB AG auf, diese getroffene Aussage ernst zu nehmen und eine bei Ausschreibungen geforderte Tariftreue zu respektieren. mobifair warnt davor, den Weg des Lohn- und Sozialdumpings einzuschlagen.
mobifair-Geschäftsführer Helmut Diener begrüßt die Aktivitäten der Tarifgemeinschaft zur Umsetzung eines branchenspezifischen Mindestlohns. Das sei der richtige Weg, um dem Absenken der Lohn- und Sozialstandards Einhalt zu gebieten.






