
In der Branche der Sipo-Unternehmen geht der Streit um die Einführung einer Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) des Bundestarifvertrages für Sicherungsposten weiter. Der Arbeitgeberverband „Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e. V“ (BDWS), der 770 Mitgliedsfirmen vertritt und diesen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen hat, drängt auf diese AVE, um faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Unternehmen ohne Lohn- und Sozialdumping herzustellen.
Allerdings gibt es da noch eine wesentlich kleinere Gruppierung, die um ihre Pfründe fürchtet, wenn der Wettbewerb künftig ohne Lohndrückerei und Arbeitszeitübertretungen vonstatten gehen soll. Es ist der konkurrierende Verband der „Betriebe der Gleisbausicherung und Eisenbahnlogistik e. V.“ (VBGE), der nach eigenen Angaben nur 25 Mitgliedsunternehmen vertritt. Er will die AVE verhindern. mobifair liegt hierzu eine E-Mail eines Mitgliedsunternehmens im VBGE an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vor. Zugleich wird der VBGE aufgefordert ebenfalls Widerspruch einzulegen und zu behaupten, dass die für eine AVE notwendigen 50 Prozent der Beschäftigten nicht erreicht werden.
Dieser Verband und seine Mitgliedsunternehmen wollen mit dieser Aktion Lohn- und Sozialdumping in der Branche weiter Tür und Tor öffnen. mobifair bleibt dabei: Die AVE muss her. Betriebe, die mit Lohnraub um Aufträge buhlen, haben am Markt nichts verloren.






