
Die Test-Zulassungen von 60-Tonnen-Lkw (Foto) auf Deutschlands Straßen ist nun wieder Anlass für heftige Diskussionen. Entgegen eines Beschlusses der Länderverkehrsministerkonferenz vom Oktober des vergangenen Jahres hat nun nach Baden-Württemberg und Thüringen auch Mecklenburg-Vorpommern dem Druck der Gigaliner-Lobby nachgegeben. So dürfen nun 25 Meter lange Riesen-Lastzüge im Nordosten der Republik fahren. Mit der billigen Ausrede, diese Monstertrucks seien auf 40 Tonnen begrenzt worden, versucht das Verkehrsministerium in Schwerin die aufgebrachte Bevölkerung zu beschwichtigen.
Die Riesen-Laster sollen auf der Strecke zwischen Parchim und dem Gewerbegebiet Gallin-Valluhn im Kreis Ludwigslust fahren.
mobifair-Geschäftsführer Helmut Diener bedauerte gegenüber der Presse, dass sich die Politik wieder auf die Seite der Profiteure stelle. Die Landesregierung in Schwerin missachte die Interessen ihrer eigenen Bevölkerung. Sie stemme sich massiv gegen jede verkehrspolitische Vernunft und gegen alle eindringlichen Warnungen vor den Risiken, die von den Gigalinern ausgingen.
Auch Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, erklärte: „Eigentlich sollte Deutschland Anfang dieses Jahres frei von Monstertrucks sein, jetzt fahren in drei Bundesländern die Riesen-Lkw gegen den Willen der Bevölkerung auf öffentlichen Straßen. In allen drei Bundesländern haben die Landesregierungen dem Druck der in ihrem Bundesland ansässigen Megatruck-Hersteller nachgegeben.
Angesichts der kontroversen Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern hatte mobifair bereits im Vorjahr im Rahmen eines Projekts die jeweiligen Argumente in „pro und contra“ gegenübergestellt um auf die Länderverkehrsministerkonferenz Einfluss zu nehmen.
Aus aktuellem Anlass weisen wir hier nochmals auf das „Pro und Contra Gigaliner“ und die Erkenntnisse unseres Projekts hin.






