
Im Rahmen eines mobifair-Symposiums „mobil und fair“ forderte mobifair e.V. in Berlin zum Thema: „Straßengüterverkehr: Augen zu und durch?“ von den politisch Verantwortlichen unter anderem Antworten auf die Fragen, wie es sein kann, dass bei den gleichen Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten von Bus- und Lastwagenfahrern in Frankreich je 30 Minuten Überschreitung 3.000 Euro, in Deutschland aber lediglich 90 Euro als Bußgeld fällig sind?
Ein weiterer Themenkomplex befasste sich mit der Frage, wieso es nach wie vor in Deutschland möglich ist, dass tonnenschwere Kleintransporter mit 170 Stundenkilometern Tag und Nacht, ohne verpflichtende Pausenregelungen, tödliche Gefahren auf unseren Straßen herauf beschwören dürfen?
Teilnehmer des Symposiums waren: Bundestagsabgeordnete, Fachleute aus dem Bereich Güterkraftverkehr, Unternehmer, Gewerkschaftsvertreter sowie interessiertes Fachpublikum. Im Verlauf des Symposiums hat unter anderem Uli Röhm, Wirtschaftsredakteur und Fernsehjournalist über interessante Enthüllungen sowie über Machenschaften, Filz und Korruption berichtet, die ihm bei den Recherchen zu seinem Buch „Tatort Autobahn“ begegnet sind.
Besondere Bedeutung erhielt die abschließende Resolution der Teilnehmer auch dadurch, dass sich erstmals Unternehmer und Vertreter von Gewerkschaften der unterschiedlichsten Gewerkschaftsdachverbände (Deutscher Gewerkschaftsbund, Beamtenbund, Christlicher Gewerkschaftsbund sowie ungebundener Organisationen) nach engagierten Diskussionen auf eine gemeinsame Resolution verständigten.






