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Möglichkeiten und Grenzen der Gleichbehandlung beim Personaleinsatz

(Laufzeit bis 31.08.2011)

Hintergrund und Bedarfsanalyse

Im Rahmen der Einsatzplanung treten oftmals Unzufriedenheiten auf, weil eine (gefühlte) Ungleichbehandlung bezüglich der Schichtzuteilung durch die Betroffenen wahrgenommen wird. Durch unterschiedliche Planungszeiträume und die Tatsache, dass ein Ausgleich von ungleichmäßigen Belastungen häufig erst im übernächsten Planungszeitraum kompensiert werden kann, empfinden viele Beschäftigte eine Benachteiligung.
Ein weiteres Problem, neben dem verspäteten Ausgleich der Belastungen, ist die Gleichbehandlung der Schichten durch die verschiedenen Systeme, während die Beschäftigten eine komplexere Bewertung vornehmen. Eine unterschiedliche Anwendung eines gleichen Systems in verschiedenen Verkehrsunternehmen (z. B. Flugverkehr, Stadtverkehre, Bahn, Industrie) kann hier Anhaltspunkte für Entwicklungspotentiale liefern, aber auch neue Herausforderungen aufzeigen. Die Systeme unterscheiden Schichten nach ihren Längen, Einsatzzeiten und Übernachtungen. Für die Beschäftigten spielen auch die Orte der Übernachtungen sowie die Verbleibezeit auf dem Einsatzmittel (Fahrzeug) eine Rolle. Es werden systemisch die gesetzlichen und tariflichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Spielräume einer Schichtplanung unter sozialen Aspekten erscheinen vielen Beschäftigten subjektiv als zu gering.
Gleichbehandlungsgrundsätze sind in vielen tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen geregelt. Die subjektive Betrachtungsweise der Beschäftigten ist oft eine andere. Offen bleibt an dieser Stelle, ob oder in welchem Rahmen die (gefühlte) Ungleichbehandlung überhaupt besteht oder ob in der Branche Systeme in Anwendung kommen, die eine gute Toleranz der Beschäftigten finden und gleichzeitig Kosten und Aufwand für das Unternehmen rechtfertigen.
Auch die Anwendung der Mitbestimmungsprozesse als Analyse könnte ein interessanter Baustein des Projekts sein.
Aus diesem Grund bedarf es einer Untersuchung der Anwendung von Schichtplansystemen bei unterschiedlichen Unternehmen der Verkehrswirtschaft und darüber hinaus - also mit ähnlichen Herausforderungen bzgl. der Schichtplanung.

Ziel

Ziel des Projektes ist es eine Steigerung der Zufriedenheit der Beschäftigten mit der Schichtplanung zu erreichen. Dabei ist zu prüfen, ob die (gefühlte) Ungleichbehandlung real vorhanden ist oder welche Lösungen andere Unternehmen gewählt haben. Dazu sind Vergleiche in und teils außerhalb der Branche herbeizuführen, die als Werkzeug für Lösungsvorschläge für eine Weiterentwicklung der Schichtplanung dienen können. Dies gilt ebenso für die Anwendung der Mitbestimmungsprozesse in der Branche.
Dabei sollen vor allem die Möglichkeiten der Beachtung der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, sowie die demographischen Leistungsunterschiede und -ansprüche an Schichtplanung betrachtet und einbezogen werden. Auch die demographische Bevölkerungsentwicklung muss berücksichtigt werden.
Für den Branchenvergleich können wir uns ähnliche Logistikunternehmen vorstellen. Als Beispiele nennen wir den Luftverkehr, den Güterkraftverkehr, aber auch den innerörtlichen Personenverkehr (Straßen- und U-Bahnen).
Anhand von verschiedenen Einsatzstellen sollen im Projektverlauf die Verbesserungen der Schichtsysteme auf ihre Effekte und Nebenwirkungen untersucht und eine Kosten-Nutzen-Analysen erstellt werden.